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ISBN/EAN: 978-3-518-47078-7
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
251 S.
Format (T/L/B):
1.8 x 20.2 x 12 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


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Unser Tipp für Sie

Es beginnt nicht mit einem weißen Blatt, sondern mit einem weißen Block, einem fast 27 Tonnen schweren Ungetüm aus massivem Marmor. Noch Monate nach der verhängnisvollen Begegnung auf einer Fähre vor der Insel Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los und führt sie auf eine schneeweiße Fährte in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers, durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur. Und die Rekonstruktion einer lang zurückliegenden Besteigung des meist nebelverhangenen Brockens verdichtet sich zu einer Enzyklopädie der Undurchsichtigkeit, die das Erhellende im Ungewissen sucht.


Wie immer bei Judith Schalansky geht es in ihrem neuen Buch um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit mexikanischen Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene also, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht. Ihre drei windungsreichen, immer überraschenden Texte, mal Essay, mal Erzählung, erkunden mit spielerischer Präzision die materiellen Bedingungen des Lebens und nicht zuletzt des eigenen Schreibens.
 

Pressestimmen

»Es ist ein Vergnügen [Judith Schalansky] bei ihren Ausflügen zu folgen. ... Was für ein Buch!« Christoph Amend, DIE ZEIT 

»Judith Schalanskys literarische Essays sind ein Feuerwerk geistesgegenwärtigen Suchens und Findens kulturhistorischer Bezüge. Wer ihren windungsreichen, verwegenen Denkspuren folgt, kann intellektuell nur belohnt werden.« Karsten Redmann, kulturtipp

»›Nur so viel ist klar‹, heisst es in den Frankfurter Poetikvorlesungen, ›am Anfang, war nicht das Wort oder das Licht, sondern der Nebel‹. Zischender Dampf. Selten ist er schöner zu Literatur kondensiert als bei Judith Schalansky.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Ein erstaunliches, ein bezauberndes Buch, das glücklicher und klüger macht.« Katharina Stegelmann, DER SPIEGEL

»Was ist Natur? Und wie kann man darüber schreiben? Judith Schalansky zeigt beispielhaft, wie es geht.« Michael Pilz, WELT AM SONNTAG

»... Beeindruckend. ... Alles hat mit allem zu tun, in diesem Bewusstsein, vielleicht ein wenig erschlagen von so viel Wissen und Erkenntnis, klappt man diese Schatzkiste wieder zu.« NDR

»... Schalansky [erschafft] aus Zettelkästen und Bibliothekskatalogen eine wundervolle Prosa, die die Grenze von Sachbuch und Poesie, von Fakt und Fiktion, von Aufklärung und Mythos austariert – eine Poetria Docta im besten Sinne.« Gerrit Althüser, literaturkritik.de
»Wer ... das Abenteuer liebt und in unbekannte Gefilde aufbrechen möchte, kann hier jede Menge finden.« Jörg Magenau, rbb

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Beschreibung

Wie groß ist der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit, wie nah liegen Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinander? Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind - mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. Ausgehend von verschwundenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft Judith Schalansky mit erzählerischer Kraft ein Verzeichnis des Verschollenen. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

Über Judith Schalansky

Informationen zu Judith Schalansky auf suhrkamp.de