Kuss

Gerda und Yann sind urbane Thirtysomethings und gerade in ein heruntergekommenes altes Haus am Stadtrand gezogen. Gerda ist arbeitslos, investiert ihre ganze Energie ins Einrichten – und in eine fixe Idee: Sie leistet sich eine imaginäre Affäre. Diese ist erst nur ein Spiel, doch dann beginnt sie, Gerda mit aller Macht zu verzehren. Yann lernt ein rätselhaftes Mädchen voller Forderungen kennen. Und die Nachbarin Valerie, Anfang fünfzig und Journalistin, steht nach einem folgenreichen One-Night-Stand plötzlich vor der Frage, ob das Leben für sie ausgerechnet jetzt noch einmal neu beginnt. Von drei möglichen Liebesgeschichten finden mindestens eineinhalb nur in der Fantasie statt. Doch dann kommt alles zusammen, und aus einem Zufall wird ein Unfall. Mit schonungslosem Blick, Witz und Melancholie seziert Simone Meier den schönen Schein moderner Existenzen und Beziehungen, bis nicht mehr nur die Fassaden bröckeln, sondern das ganze Fundament zu beben beginnt.

Pressestimmen

»Simone Meier zieht in ihrem Roman Kuss tief hinein in einen spleenigen Schlund.« (Schweiz am Wochenende)

»Kuss hat nichts zurechtgebogen, es zeigt die Menschen in ihrer ganzen speziesbedingten Schrägheit. Und diese bettet Simone Meier dann in feinsinnig gewobene Brokatkissen-Sprache. Eine rasend gute Schreiberin.« (watson)

»In Kuss werden Beziehungsgeflechte und Netzwerke des Liebens überzeugend durchgespielt. In diesem Roman arbeitet die Autorin starke literarische Motive heraus.« (taz)

»Schon lange habe ich nicht mehr so pointenreiche und dabei pointierte Beobachtungen gelesen. Wie Meier hinbekommt, dass man all ihre Protagonisten genauso oft schütteln wie in den Arm nehmen möchte, ist grandios.« (emotion)

»Im Roman Kuss schafft Simone Meier ein Netz von Figuren,die sich unterschiedlich recht und schlecht in einer genderdestabilisierten Welt durchschlagen.« (St.Galler Tagblatt)

»Simone Meier ist Expertin für alltagskulturelle Scheinwelten. Ihr Sittenspiegel aus dem Kreativmilieu hat Unterhaltungswert. Liest man gern.« (Tages-Anzeiger)

»Entlarvend.« (DONNA)

»Humorvoll seziert die Autorin moderne Beziehungen und Lebensmodelle.« (Ruhr Nachrichten)

»Ganz starkes Stück Literatur.« (petra)

»Ein gleichermaßen rasantes wie tiefgründiges Buch.« (Buchkultur)

»Die Stadtrandsiedlung als Beziehungshölle, das hat man schon häufig gelesen – jedoch selten mit so viel bissigem Witz, Wärme für die Figuren und Tempo.« (Welt am Sonntag Kompakt)

»Das Lesen macht Spaß, Simone Meier spielt mit Worten und Vorstellungen, schickt die Gedanken auf die Achterbahn und schafft eine feinstschleifpapiergeformte Atmosphäre, die schon von Beginn an gewaltig knistert.« (Spiegel Online)

»Meier malt die urbanen Lifestyle-Kulissen ihrer Figuren kenntnisreich, genussvoll und mit Sinn fürs treffende Detail aus.« (Republik)

»Ein herrlich schonungsloser Roman über den Schein der Beziehungen – vergnüglich, ironisch, erfrischend, unterhaltsam und doch mit der nötigen Prise Leidenschaft und Sehnsucht.« (TV Star)

»Simone Meier schaut hinter die biedere Fassade eines Vorort-Häuschens. Es ist sehr lustig, dem jungen Heldenpaar dabei zuzuschauen, wie sie innerlich permanent ihr Selbstbild nachpolieren.« (Focus)


Bibliographie