Krass

Ralph Krass – so heißt ein verschwenderisch großzügiger Geschäftsmann, der Menschen mit kannibalischem Appetit verbraucht. Ist er unendlich reich oder nur ein Hochstapler, kalt berechnend, oder träumt er hemmungslos? Er will sich seine Gesellschaft kaufen, immer nur selbst der Schenkende sein. Als in Neapel Lidewine in seinen Kreis tritt – eben noch die Assistentin eines Zauberers, eine junge Abenteurerin –, bietet er ihr einen ungewöhnlichen Pakt an. Beobachtet wird das Ganze von seinem Sekretär, dem Pechvogel Dr. Jüngel, mit einem Blick voll Neid und Eifersucht. Aber erst nachdem die Gesellschaft von Herrn Krass durch einen Eklat auseinandergeflogen ist, gelingt es ihm, an seinem Zufluchtsort in der französischen Provinz, die Mosaiksteine des Geschehenen zu einem Bild zu ordnen – während Menschen wie der stumme Kuhhirte Toussaint, der Schuster Desfosses und Madame Lemoine mit ihren Wellensittichen ihm eine Ahnung davon vermitteln, wie alles mit allem rätselhaft zusammenhängt.

«Krass», dieser atmosphärische, bildstarke Roman über das, was das Verstreichen von Zeit mit Menschen tut, ist zugleich Liebesroman und Mephisto-Geschichte – manchmal aufgehellt durch leisen Humor, aber vor allem dunkel und in dieser Dunkelheit ergreifend schön. Eine große Erzählung, die den Bogen von Neapel über Frankreich bis nach Kairo schlägt, und eines der fesselndsten, ja überraschendsten Bücher, die Martin Mosebach bisher geschrieben hat.

Pressestimmen

" Dieser Autor kann einfach alles, es ist beeindruckend. Landschaftsbeschreibungen, Personenschilderungen, Satire und burleske Szenen. (...) Martin Mosebach ist ein spektakulär guter Erzähler. " Alexander Wasner, SWR 2 "Lesenswert", 24. Januar 2021

" Mosebachs Romankunst arbeitet durchgängig mit doppeltem Boden, mit Mehrfachcodierungen und Überblendungen. (...) "Krass" ist ein großer Roman über das Über- und das Unterirdische des Menschen. " Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag, 31. Januar 2021
" Ein Roman, der in seiner Opulenz, Detailfreude und Schönheitsverfallenheit überwältigt und (...) niemals langweilig wird (...) In seinen Nischen und Winkeln enthält er viele kleine Geschichten, die sich in ihrer Bildhaftigkeit tief einprägen. " Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung, 27. Januar 2021
" Dass man im ersten (Kapitel) nicht die geringste Vorstellung davon haben kann, wie das zweite aussieht, und im zweiten erst recht keine davon, wie es im dritten enden wird, spricht sehr für diese spannende und auch verblüffende Konstruktion. " Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 26. Januar 2021
" Überall Sackgassen, aber fabelhaft finstere Sackgassen, wie fürs Kino gemalt. (...) Es ist, kurzum, ein wirklich krasses Buch, eine spannende, durchtriebene, vielleicht (...) satanische Geschichte. " Jens Jessen, Die Zeit, 21. Januar 2021
" Berauscht war ich von der sagenhaften Sprachgewalt, (...) von den unvergesslichen Charakteren. (...) Ein sehr starkes Buch über menschliche Schwächen, (...) eine der schönsten Liebesgeschichten, die seit langem auf Deutsch veröffentlicht wurden. " Denis Scheck, SWR Fernsehen "Lesenswert", 21. Januar 2021
" „Krass“ ist ein ganz großer Wurf, (...) ein Glücksfall von einem Roman. " Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 30. Januar 2021
" Anregender und ideenreicher als manche gesellschaftspolitische Analyse. " Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 27. Januar 2021
" Schwer zu sagen, was Mosebach besser gelingt: die ebenso bildmächtigen wie detailgenauen Landschaftsgemälde oder die Porträts der Protagonisten. (...) Vor allem aber wird der dunkle Sog dieses Buchs immer stärker, das ein bizarres Dilemma schafft: Man will natürlich wissen, wie all das endet, und doch diesen Teufelskreis der Leselust möglichst nie verlassen. " Hartmut Wilmes, General-Anzeiger, 26. Januar 2021
" Ein formidabler Roman, der auch als Liebesgeschichte oder Analyse des autoritären Charakters zu lesen ist. (...) Ein Buch wie ein Zeichen, ein Roman als großer Genuss. Toll! " Stefan Lüddemann, Neue Osnabrücker Zeitung, 26. Januar 2021
" Mosebachs Erzähllust steckt an. Mit freundlicher Ironie leuchtet er die Winkel der Seelen ebenso aus wie Paläste und Gärten. Wenige Schriftsteller können die Spielorte ihrer Geschichten so vorstellbar machen wie er. (...) Was für ein raffiniertes Kunststück! " Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 25. Januar 2021
" Dieser Autor kann einfach alles, es ist beeindruckend. Landschaftsbeschreibungen, Personenschilderungen, Satire und burleske Szenen. (...) Martin Mosebach ist ein spektakulär guter Erzähler. " Alexander Wasner, SWR 2 "Lesenswert", 24. Januar 2021
" Mosebachs Romankunst arbeitet durchgängig mit doppeltem Boden, mit Mehrfachcodierungen und Überblendungen. (...) "Krass" ist ein großer Roman über das Über- und das Unterirdische des Menschen. " Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag, 31. Januar 2021
 

Mosebach, Martin
Rowohlt Verlag
ISBN/EAN: 9783498045418
25,00 € (inkl. MwSt.)