Das Testament des Zauberers Tenor

»Ich dachte, heute sei vergangener Montag« – Nachdem der einsam und verlassen in der Schweiz verstorbene Zauberer Tenor dem Ewigen Buddha seinen letzten großen Trick vermacht hat, muss dieser sich nicht nur mit chinesischen Banken und den elendigen Monotheisten herumschlagen, sondern löst mit diesem Missverständnis eine Kette von Verwicklungen aus. Der große Magier César Aira zimmert ein Wolkenschloss aus echten Illusionen und falschen Budenzaubern, die alle Wahrheiten des Daseins infrage stellen. Ein spektakuläres Verwirrspiel, in dem Groteske und Realität, Philosophie und Pop zueinanderfinden und schließlich kaum mehr zu unterscheiden sind.

Pressestimmen

»César Airas Texte sind erfrischende Lockerungsübungen. Der Autor resümiert nicht das Gesamte des literarischen Erbes. Seine Sache ist eher, Gedanken wie Luftballons platzen zu lassen. Er ist der Agent der Leichtigkeit.« Eberhard Geisler, NZZ

»Gegen einen Zeitgeist, der ständig auf das Bohren im eigenen Bauchnabel aus ist, bietet Aira die süßeste Form der Subversion.« Karin Janker, Süddeutsche Zeitung

»Eine fantasievolle, bizarre Geschichte, die besonders zum Ende hin den Leser etwas ratlos zurücklässt.« Helga Winkelmann, ekz Bibliotheksservice

»César Airas Sprache ist von schlichter Eleganz, vergleichbar dem kleinen Schwarzen in der Damengarderobe. Klaus Laabs hat es fertiggebracht, diese unerhörte Erscheinung ins Deutsche zu übersetzen.« Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung

»Wer raffinierte literarische Spielereien liebt, verschlungene Gedankengänge und schwarzen Humor, wer die Absurditäten und Ungereimtheiten der globalisierten Welt einmal mit anderen Augen sehen möchte, sollte unbedingt zu den schmalen Romanen von César Aira greifen, der längst zu den Kultautoren Argentiniens gehört.« Margrit Klingler-Clavijo, Bayern 2

»César Aira dient dem Text gern, mit seiner sehr eigenen Form von écriture automatique, als bescheidener, unerschrockener, bisweilen auch brachialer Missionar.« Merten Worthmann, Die Zeit

»Egal, mit welcher der Novellen man anfängt, man hat immer sofort den ganzen Aira: tolldreist, furchtlos, allerhöchste Drehzahl.« Richard Kämmerlings, Die Welt

»Dichtung und Wahrheit: Ein Geheimtipp ist César Aira, dem Carlos Fuentes den Nobelpreis prophezeit, schon längst nicht mehr.«. Der Standard

»Dass dieser in den USA längst gefeierte Autor hierzulande noch immer ein Geheimtipp ist, ist ein Skandal.« Ronald Düker, Literaturen

»In den Texten des argentinischen Autors bleibt nichts lange vertraut: Ein übelschmeckendes Erdbeereis kann ein ganzes Leben aus der Bahn werfen, eine philosophische Diskussion über die Liebe zivile Opfer fordern.« Philipp Böhm, taz

 

 

Aira, César
MSB Matthes & Seitz Berlin
ISBN/EAN: 9783957576897
18,00 € (inkl. MwSt.)