Serpentinen

Ein Vater unterwegs mit seinem Sohn. Ihre Reise führt zurück in das Hügelland, aus dem der Vater stammt, zu den Schauplätzen seiner Kindheit. Da ist das Geburtshaus, dort die elterliche Hochzeitskirche, hier der Friedhof, auf dem der Freund Frieder begraben liegt. Ständiger Reisebegleiter ist das Schicksal der männlichen Vorfahren, die sich allesamt das Leben nahmen: "Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt." Der Vater muss erkennen, dass sein Wegzug, seine Bildung und sein Aufstieg keine Erlösung gebracht haben.
Vielleicht helfen die Rückkehr und das Erinnern. Doch warum bringt er seinen Jungen in Gefahr? Warum hat er keine Antwort auf dessen bange Frage: "Um was geht es?" Er weiß nur: Wer zurückfährt, muss alle Kurven noch einmal nehmen. Wenn er der dunklen Tradition ein Ende setzen will.

Bov Bjerg gehört zu den wichtigsten Schriftstellern der deutschen Gegenwart. Nach dem Bestseller „Auerhaus“ legt er nun seinen neuen Roman vor. Genau, mutig und lang nachwirkend erzählt er vom Kampf eines Vaters gegen die Dämonen der Vergangenheit. Nur wenn er seinen Sohn so liebt, wie er selbst nie geliebt wurde, kann die Reise der beiden glücken.

Pressestimmen

"ln perfekt ausbalanciertem Stop-and-go-Tempo fährt Bjerg die Serpentinen des Lebens ab. Ein durchweg beeindruckender Roman, eine brutal-zärtliche Vater-Sohn-Geschichte." (Rolling Stone, Gérard Otremba)

"Unabhängig vom praktischen Ergebnis wird aus dieser Reise eine für die Leser ungewöhnlich intensive, unbedingt empfehlenswerte Lektüre." (Darmstädter Echo, Andreas Müller)

"'Serpentinen' ist das erste literarische Ereignis des neuen Jahres, unisono von der Kritik gefeiert und vom Publikum angenommen." (Badische Zeitung, Thomas Schaefer)

"'Serpentinen'ist ein Roman von existenzieller Wucht." (Nürnberger Nachrichten, Susanne Helmer)

"Ein grandios grausames Buch, das sich am Anfang scheinbar gegen das Gelesenwerden wehrt, um gegen Ende umso begieriger verschlungen zu werden." (Kölnische Rundschau, Susanne Schramm)

"Bov Bjerg inszeniert seinen Road Trip lebendig und abwechslungsreich, mit Witz und lronie." (Straubinger Tagblatt, Günter Keil)

"Bov Bjerg ist mit „Serpentinen“ ein subtiler, leicht zu lesender Vater-Sohn-Roman gelungen, der von der Macht der Herkunft und der Familie handelt, der aber auch zeigt, dass Veränderung und Befreiung möglich sind." (Deutschlandfunk, Jörg Magenau)

" Ein analytisch angewandter Existenzialismus als philosophische Richtschnur, dem man dringend ein Revival wünscht." (Die Zeit, Matthias Ehlert)

"Rastlos. Radikal. Poetisch. Präzise." (Donaukurier, Anja Witzke)

"'Serpentinen' ist ein starkes Buch, da steckt viel drin, es ist düster und abgründig, aber auch immer wieder durchzogen von feinem Witz." (Inforadio Quergelesen, Nadine Kreuzahler)

"Keine Poesie, keine Erholungspausen werden dem Leser gegönnt, dafür aber das volle existenzielle und emotionale Prekariat an der Wasserscheide zwischen Leben und Tod." (Hessische Allgemeine, Harald Loch)

"Bjergs knappe, kristallklare Prosa ist dabei von grandios komponierter Unerbittlichkeit. Mit sardonischem Sprachwitz." (tip Berlin, Erik Heier)

" So tief ins Herz der Finsternis vorzustoßen ist auch erzählerisch ein Wagnis, das Bjerg aber in diesem beeindruckenden Buch überzeugend meistert, gerade weil er sich immer wieder bis an die Grenzen des Sagbaren vorwagt." (MDR, Andrea Gerck)

"Was für ein starkes, beunruhigendes Buch." (ZEITOnline, Carsten Otte)

"Ein heftiger Stoff... Und erzählt in jenem Präzisionston, kein Wort zu viel, der schon 'Auerhaus' so stark gemacht hat.Und der in 'Serpentinen' nur noch schärfer und härter geworden ist." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Tobias Rüther)

"So schlicht und klar Bjergs Roman auf den ersten Blick oder das erste Hören hin scheint, so hochreflexiv ist er doch." (FAZ, Jan Wiele)

"Für das zirkuläre, repetitive Denken des Ich-Erzählers hat Bov Bjerg ein komplementäres Erzählverfahren gefunden. Der Rhythmus des Romans ist atemlos." (Süddeutsche Zeitung, Felix Stephan)

"Es liest sich authentisch. Mitreißend." (Südwest Presse, Jürgen Kanold)

"Bov Bjerg ist ein Meister darin, mit wenigen Worten und mit vielen Auslassungen Spannung zu erzeugen." (Frankfurter Rundschau, Claudia Ingenhoven)

"Bov Bjerg hält stilistisch die Spannung zwischen der kindlichen Unschuld und der depressiven Schwere. Damit rettet er sein Buch vor der großen Düsternis." (Berliner Zeitung, Cornelia Geißler)

"Bov Bjerg hat sich, ausgehend vom düsteren Kern seines Erfolgsromans, schriftstellerisch weiterentwickelt und einen nicht nur erschütternden, sondern auch stilistisch überzeugenden Roman geschrieben. " (SWR3 Lesenswert Magazin, Carsten Otte)

"Ein Roman, der so radikal wirkt, so eindrücklich nachhallt und sicher zu einem der besten dieses Frühjahrs, wenn nicht gar Jahres zählen dürfte." (Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels)

"Das zerreißt den Erzähler beinahe – und macht die Dynamik des Erzählten aus –, diese Mischung aus Angst und Liebe, Todessehnsucht und Vaterglück." (Der Spiegel, Volker Weidermann)

Bjerg, Bov
Claassen Verlag
ISBN/EAN: 9783546100038
22,00 € (inkl. MwSt.)