Die Dame mit der bemalten Hand

Bombay, 1764. Indien stand nicht auf dem Reiseplan und Elephanta, diese struppige Insel voller ­Schlangen und Ziegen und Höhlen mit den seltsamen Figuren an den Wänden, schon gar nicht. Doch als Forschungs­reisenden in Sachen »biblischer Klarheit« zieht es einen eben an die merkwürdigsten Orte. Carsten Niebuhr aus dem Bremischen ist hier gestrandet, obwohl er doch in Arabien sein sollte. Ebenso Meis­ter Musa, persischer Astrolabienbauer aus Jaipur, obwohl er doch in Mekka sein wollte. Man spricht leidlich Arabisch miteinander, genug, um die paar Tage bis zu ihrer Rettung gemeinsam herumzubringen. Um sich öst-westlich misszuverstehen und freundlich über Sternbilder zu streiten (denn wo der eine eine Frau erkennt, sieht der andere lediglich deren bemalte Hand). Es könnte übrigens alles auch ein Fiebertraum gewesen sein. Doch das steht in den Sternen.

++Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2020 ++
++Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2020++

Pressestimmen

»Der Roman besticht durch eine zauberhaft inszenierte Atmosphäre, in der Christine Wunnicke Wirklichkeit und überbordende Fantasie zu einem fliegenden Teppich knüpft, der uns auf eine märchenhafte Vergnügungsfahrt entführt.« Buchmarkt

»›Die Dame mit der bemalten Hand‹ steigt ins Zeitalter der Aufklärung hinunter, um unter anderem mit der Erkenntnis wieder herauszukommen, dass nichts so zeitlos ist wie menschliche Blödigkeit.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Ein ganz, ganz tolles Buch! Es gibt wenige Bücher, bei denen ich laut beim Lesen lache.« Wiebke Porombka, Deutschlandfunk Kultur

»Christine Wunnicke ist eine Autorin, die Interesse hat an filigranen Sprachschöpfungen, die sie an historisch belegbare Begebenheiten knüpft.«Sandra Kegel, Lesenswert Quartett

»Sicher ist jedenfalls nach der Lektüre: Das Erzählen von Geschichten, welcher Art auch immer, kann Leben retten.« Antje Weber, Süddeutsche Zeitung

»Höchste sprachliche Verdichtung bei gleichzeitig weit geöffneten Fenstern. Die kunstvolle Prosa dieser Autorin schillert und leuchtet, dass es ein Vergnügen ist.« Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Historische Romane müssen nicht a) als Wälzer erscheinen, b) von Tatsachen berichten, c) ihre Leserschaft langweilen. Sie können auch von Christine Wunnicke sein.«
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Höchste Zeit, einen Kometen nach der wunderbaren Schriftstellerin Christine Wunnicke zu benennen.«Hubert Winkels, Die Zeit

»Da [im Berenberg Verlag] werden ihre Bücher als die charismatischen Kleinode verlegt, die sie sind. Wer sie heute immer noch nicht kennt, hat wirklich mehrere Leben versäumt.«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung

»Ein Festschmaus. Nun bitte noch als Digestif den Buchpreis.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Münchner Schriftstellerin Christine Wunnicke brilliert auch in dieser vergnüglichen Geschichte mit ihrem humorvollen Blick auf Forscher zwischen Wahn und Wissenschaft, Verstehen und Missverständnis.«Cornelia Zetzsche, Bayern 2

»Wunderbarer Schelmenroman, wie 1001 Nacht, nur skurriler!« freundin

»Der schmale Roman ist sehr lesenswert.«lesenswert

»Ein Buch wie ein Fiebertraum, verschnörkelt und leicht neben der Spur. Ein bisschen Abenteuerroman, ein bisschen Alice im Wunderland.« dpa

»In Christine Wunnickes schillerndem Roman um einen Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts trifft fundiertes Detailwissen auf fabulierte Pointen.« NDR

»Mit feinstem literarischem Florett nimmt sich Wunnicke in ihrem Roman einmal mehr einer Figur der Wissenschaftsgeschichte an und lässt sie in den Zeitläufen driften.« Katrin Schumacher, MDR Kultur

Wunnicke, Christine
Berenberg Verlag
ISBN/EAN: 9783946334767
22,00 € (inkl. MwSt.)